Nein, SO ist Sex nicht! Und Liebe auch nicht.

Das ist wirklich ein Thema, das mich ein bisschen aufregt. Die unrealistische Darstellung von Liebe und Sex in TV und Film. Ja, ich weiß, es wird besser, wenn man Serien auf Netflix oder HBO schaut. Wenn man aber in klassische, romantische Hollywood-Komödien geht, Fernsehfilme auf Sat 1 guckt oder auch die durchschnittliche Vorabendserie, dann wird Sex und Liebe gelebt wie im Märchenbuch. Männer und Frauen stoßen zusammen, ihnen fällt etwas runter und Blitze schießen zwischen ihnen hin und her. Dann sind sie also verliebt. Dann gibt es ein bisschen lustiges Chaos, dann sind sie ein Paar, haben Sex, flutschen nur so ineinander und kommen gleichzeitig zum Orgasmus. Darüber gibt es noch mehr zu sagen, manches muss man auch sehen – daher habe ich darüber ein Video gedreht, seht das bitte oben an.

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So viel Liebe auf dem Oktoberfest!

Ich war auf dem Oktoberfest! Und es war so schön. Seit inzwischen sechs Jahren lebe ich in Berlin, war seit mindestens sieben nicht mehr auf der Wiesn in meiner bayrischen Heimat, habe die vergangenen Jahre aus der Ferne Menschen in Bierzelten im Fernsehen gesehen – und ganz viel Sehnsucht gespürt. Allerdings nicht nach Bierzelten. Sondern nach diesesn Wiesn-Tagen. In denen der Himmel so blau ist, das Wetter so, dass es in der Sonne fast zu warm ist, im Schatten fast zu kalt, aber es liegt irgendwo genau dazwischen und ist genau richtig. Und weil mit das mit dem Karussellfahren auch sehr wichtig ist,

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Neustart! Was war, was ist – was kommt?

Es ist mir ja selbst echt unangenehm. Dass der letzte Post hier von Silvester oder so stammt und seitdem einfach nichts, rein gar nichts passiert ist. Dabei schreibe ich, dauernd und viel und genau deshalb fehlen abends manchmal Buchstaben, um noch mehr zu sagen. Mehr als das, was ich auf iconist.de sage, also schreibe, wo ich arbeite, viel und jeden Tag und manchen Abend. Und da schreibe ich ja nicht nur, ich sage seit ein paar Monaten auch etwas – mit meiner Kollegin Julia Hackober mache ich inzwischen (wie gefühlt alle Menschen) einen Podcast (wir wollten das schon GANZ lange, also wirklich), mehr dazu findet ihr hier unter dem Menüpunkt, ja, Podcast.

Aber weil mir das Sachen sagen und schreiben so gut gefällt, vor allem aber auch, weil ich mich wieder mehr austauschen möchte, möchte ich all das, was ich sage und schreibe, besser bündeln. Auf Facebook wird es in Zukunft unter „Liebeserklaerer“ alle aktuellen Links geben – zu Texten, Podcast, Videos. Ja! Videos! Die Videos sind zurück. Schaut doch auch mal hier unter dem Menüpunkt Video.

Videos wird es nun regelmäßig geben. Auf Youtube (unter, ja! „Liebeserklaerer“), im Moment, vielleicht wird es sie irgendwann auch auf Facebook geben oder irgendwo sonst. Hier auf dem Blog habe ich auch ein bisschen aufgeräumt, damit sich die, die sich noch erinnern, an mich und den Blog, auch wieder wohlfühlen.

Ich habe heute einen Tweet von meiner Lieblingspaartherapeutin (Seht Euch ihre Ted-Talks an!) gelesen:

Und wie immer hat sie völlig Recht. Manchmal läuft es, dann läuft es schlechter. Dann verliert man sich und denkt: Lassen wir das vielleicht besser? Viele lassen es dann. Manche halten es aus und durch und fangen wieder von vorne an. Dazu kann, will und muss ich noch viel mehr schreiben. Und werde!

Ich wollte das aber einfach mal ganz profan auf diesen kleinen Neustart hier beziehen. Und hoffe, dass wir unsere Verbindung wiederfinden! Bis ganz bald!

Das wollten Menschen 2016 über die Liebe wissen

 

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Nein, das Jahr kann nicht zu Ende gehen mit einem Artikel vom August als aktuellstem Post hier. Ist überhaupt noch jemand da und liest mit? Sorry. Ich schreibe ja, aber eben auch woanders und manchmal, also allzu oft, sind dann einfach keine Buchstaben mehr übrig.

Gerade habe ich mir angesehen, welche meiner Kolumnen, die ich wöchentlich für die WELT Kompakt schreibe („Nicolas Liebeserklärungen“, immer dienstags) online (via welt.de) in 2016 zu den meistgelesenen gehörten. Ich wollte das für einen kleinen Jahresrückblick nutzen und versuchen, mir ein paar schlaue Gedanken dazu zu machen. Also.

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Manchmal will sie es doch

Ich verspreche, dich zu lieben, sagt Tracey Emin zu New York. Ich auch!

Manchmal hätte Louisa wahnsinnig gerne ein Date. Manchmal liest sie in Romanen wunderschöne Sätze, über den Zauber dieser ersten Verabredungen, über bauchkribbelnde Unsicherheiten. Oder sie sieht Videos, auf YouTube, kürzlich etwa dieses eine, in dem sich zwei Menschen daten, die schon mal betrunken miteinander Sex hatten. Jetzt treffen sie sich zum ersten Mal nüchtern und es wird ein wunderbar ungelenk-nervöses Treffen daraus, das mit der Aussicht auf ein zweites Date endet, aber wie das sein wird, ob man Sex haben wird oder nicht, all das bleibt unausgesprochen ungeklärt und genau deshalb so spannend.

Manchmal geht Louisa auch auf Dating-Seiten, liest sich Profile durch, sieht sich Fotos von Männern an und stellt sich vor, wie es mit diesen Männern wäre. Wie neu und aufregend sich ihre Wangen beim Küssen anfühlen würden oder wie hart ihre Arme wohl zupacken würden. Das Gute an diesen Männern ist nämlich, dass sie Projektionsfläche bieten, mit ihnen könnte alles passieren. Oder nichts. Denn Louisa hat nie ein Date mit einem dieser Männer.

Louisa darf keine Dates mehr haben.

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Die besten Flirt-Tipps vom RTL-Bachelor. Ja, wirklich!

Ja, ich habe mit einem Bachelor – nun ja, zuerst gesprochen. Aber ich glaube, dann haben wir geflirtet. Meist ist ja genau das das Spannende – diese Gespräche an der Grenze, ausgesprochen unausgesprochen und so. Wie auch immer: Am Ende dachte ich mir, dass er das eben schon ganz gut drauf hat, diese Basics. Welche? Dazu gibt es diesmal ein Video:

Und für alle die nicht gucken wollen, eine kurze Zusammenfassung:

1. Das Gesprächsthema bestimmt die Meta-Ebene des Flirts. Ihr kommt euch näher, wenn Ihr schnell über Persönliches sprecht.

2. Aufmerksamkeit für Details. Nein, ich heiße eben nicht Nicole.

3. Körperliche Nähe – je wohldosierter, desto reizvoller.

Diese Fragen müsst ihr Euch nach einem Date stellen

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Mal überlegen – wie war es nun, das Date?

Zugegeben, auch ich stelle diese dümmlichen Anfängerfragen: „Und, wie war’s?“, sage ich, wenn meine Freundin Tanja von ihrem dritten Tinder-Date in dieser Woche zurückkommt. Sie sagt dann „voll schön!“ oder „grauenvoll!“ und gibt mir ein paar Details. Etwa, dass er nach dem Essen einen Zahnstocher benutzt habe, was sie total eklig, also eigentlich echt gestört fand oder, dass er früher gehen wollte, weil es zu hageln anfing und er sein Auto in die Garage fahren wollte. Aus solchen Details leiten wir dann oft viel zu vorschnelle Urteile ab.

Was frage ich sie noch? Die Standards: „Wer hat gezahlt?“ „Wie sah er denn so aus?“ „Habt ihr Euch geküsst?/Wie habt ihr euch verabschiedet?“ „Seht ihr Euch wieder?“ Alles wichtige Informationen, ohne Frage, aber ich habe darüber nachgedacht, was denn eigentlich wirklich wichtig ist – und es sind nicht diese „Formalia“. Die sind eine Facette des großen Ganzen, aber zum Kern dieses Ganzen dringt man mit ganz anderen Fragen. Die man sich, wenn man selbst auch nur solche Freunde mit Standardfragenrepertore hat, auch einfach selbst nach jedem Date stellen sollte – danach ist man klüger, versprochen.

Möchte ich, dass er/sie weiß, wo ich wohne? Wer hier mit Nein antwortet, muss sich gar keine weiteren Fragen stellen.

Hat er/sie mich zum Lachen gebracht? Es klingt ein bisschen lahm, aber Humor ist einer der wichtigsten Punkte – wenn man mit dem Zauber eines ersten Dates schon nicht gemeinsam lachen kann, dann muss man sich gar nicht erst fragen, wie das nach fünf gemeinsamen Jahren aussieht! Teil zwei der Frage: Habe ich gelacht, weil es wirklich lustig war – oder nur, damit irgendwelche Situationen nicht peinlich-komisch werden?

War er/sie freundlich zu Barkeeper und/oder Kellner? Anders als die Zahnstochersache lassen solche Informationen nämlich tatsächlich Rückschlüsse auf den Charakter zu – und nichts ist schlimmer als herablassendes Verhalten, auch Unsicherheit entschuldigt hier nichts.

Hat irgendetwas jetzt schon genervt? Das wird dann nämlich auch nicht besser.

Hat er/sie sich gemerkt, was ich erzählt habe und Fragen dazu gestellt? Ist zumindest ein erstes Indiz dafür, dass er/sie wahres Interesse hat und nicht nach einem austauschbaren Flirt nur für die nächsten Wochen sucht. Ich hatte schon Dates, die sich nicht mal gemerkt hatten, dass ich umziehen würde, was ich arbeite oder WIE ICH HEISSE (das uralte Nicole – Nicola-Problem). Dafür gibt es keine Entschuldigungen – und als Erklärung nur sein mangelndes Interesse!

Konnte ich ich selbst sein? Oder hatte ich das Gefühl, mich verstellen zu müssen? Wer nach einer ernsten Beziehung sucht, sollte den ersten Teil der Frage unbedingt mit Ja beantworten. Eine vertraute Entspanntheit mit einer noch nicht so gut bekannten Person ist ein sehr guter Indikator dafür, ob man sich später noch nahekommen wird und möchte. Außerdem hält man die Show sowieso nicht lange durch.

Sucht man allerdings nach einer Affäre, ist das mit dem Verstellen gar nicht so schlecht. Dabei besteht ja oft der Reiz darin, sich in anderen Rollen wiederfinden zu wollen.

Wollte ich mein Gegenüber anfassen? Nicht im Sinne von vollem Ganzkörperkontakt – aber wollte ich durch sein oder ihr Haar streichen, ihre Hand nehmen, den Arm berühren? Was kann ich mir noch vorstellen? Kann ich mir, wenn ich seine Lippen anschaue, unserern ersten Kuss vorstellen? Keine Panik, wenn das beim ersten Date vielleicht noch nicht passiert – das darf auch mal dauern, wir leben nicht in einem Liebesfilm.

Würde es Spaß machen, ihn/sie auf eine Party mit meinen Freunden mitzunehmen? Wer nur im One-on-one-Kontakt überzeugen kann, ist kein zukunftsfähiges Dating-Material.

Aber die wichtigste Frage überhaupt: Würde ich für ein nächstes Date mit dieser Person auf die neueste Folge „Game of Thrones“/“House of Cards“/“Homeland“/man füge seine liebste, spannende Lieblingsserie ein/ verzichten? In meinem Falle wären es aktuelle Folgen Trash-TV, etwa „Let’s Dance“, „GNTM“ oder „Der Bachelor“.

Übrigens habe ich Letzteren kürzlich getroffen, also einen davon. Und dabei festegestellt, dass es für einen guten Flirt nur wenig, aber dafür ganz bestimmte Basics braucht. Aber das ist ein anderes Thema, für nächstes Mal.

Und diese Fragen solltet Ihr WÄHREND des Dates stellen: