Die Theorie vom Taxi-Licht

Taxi-Theorie Sex and The City

Auf- oder einsteigen, sobald das Licht leuchtet!

Das Schlimme vorweg, damit wir es hinter uns haben: Heiner Lauterbach hat ein Fitness-Video gemacht, in dem er in einem Fake-Wohnzimmer vor einem Fake-Kamin Übungen macht, die eigentlich nur Frauen machen sollten.

So. Jetzt zu der anderen Heiner Lauterbach-Sache, der man in diesen Tagen nicht entkommen kann, wenn man fernsieht oder Zeitung liest: Sein neues Buch, in dem er schreibt, wie er den Absprung vom Alkohol- und Partyleben hinein in die glückstriefende Ehe mit Viktoria geschafft hat. Nämlich mit und durch eben diese Viktoria, die anfangs, nach Heiners unzähligen Affären, keiner ernst nehmen wollte, aber inzwischen Mutter seiner zwei Kinder ist.

„Sie kam zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Heiner Lauterbach. Hätte er Viktoria schon zehn Jahre früher getroffen, wäre das Ganze vermutlich anders gelaufen – anders als zu eben diesem Zeitpunkt vor mehr als zehn Jahren, nach seiner Trennung von Jenny Elvers.

Hier kommt meine Theorie vom Taxi-Licht ins Spiel. Nein, ganz ehrlich ist es nicht meine Theorie, sie stammt aus einer Sex and the City-Folge und hat mich seitdem gedanklich nicht mehr verlassen:

„Men are like cabs. When they’re ready to get married, they turn their light on. The next woman they pick up, boom! they marry.“

So spricht Miranda – und so konnte ich es schon so oft beobachten. Nicht unbedingt immer geht es um Hochzeit, vielmehr um den Zeitpunkt, an dem Männer bereit sind, sich ernsthaft und dauerhaft zu binden. Es ist der Zeitpunkt, zu dem sie nicht mehr das Gefühl haben, etwas zu verpassen, wenn sie nun ernsthaft mit diesem Mädchen zusammen sind, der Zeitpunkt, zu dem er nicht seine Freiheit ausleben will, weil er zu lange in einer unglücklichen Beziehung steckte.

Es ist der Zeitpunkt, zu dem man ihn treffen muss. Den man erwischen muss, um mit einem Mann glücklich zu sein, den man ein paar Jahre zuvor nicht haben wollte, weil er den Flirt nicht ernst nahm, den man vielleicht nicht haben konnte, weil er glaubte, er hätte noch so viel zu sehen, zu erleben, so viele Frauen zu beglücken.

Es ist der Zeitpunkt, zu dem er sieht, dass es so viele tolle Frauen gar nicht gibt – und welche, die zu ihm passen könnten, schon gar nicht.

Jetzt leuchtet es, sein Licht. Das Licht, das am Taxi signalisiert, dass es frei ist, dass man einsteigen kann. Die Frau, die er jetzt trifft, die nimmt er nicht nur kurz mit, obwohl er eigentlich besetzt ist, die darf nicht nur grade eben mal mitfahren, obwohl er auf dem Weg ganzwoanders hin ist. Die Frau, die er jetzt trifft, die steigt komfortabel ein und erstmal nicht wieder aus.

So hätte Viktoria sich vor zwanzig Jahren auf den Rücksitz quetschen müssen, zwischen lauter andere Frauen und leere Flaschen. Ihr Glück, dass sie auf ihren Heiner traf, als er die Limousine mit Kindersitzen fahren wollte.

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2 Kommentare zu “Die Theorie vom Taxi-Licht

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