Es war schön mit dir. Komm gut heim!

Geht nicht ran? Klar, geht immer ran. Jeder.

Kommt sie, die Nachricht, die uns lächeln lässt?

Sie hatten wirklich einen bezaubernden Abend. Die Stunden sind verflogen, sie haben Gin mit Champagner getrunken, dann hat er sie zu Fuß zum Taxistand gebracht – und sie wünschte sich, dass der Weg noch viel länger dauern möge, weil sie sich so noch viel zu sagen hatten.

Es sind Abende wie diese, die den Weg bereiten, für den allerhübschesten aller Nach-dem-Date-Momente. Denn dann, in den Taxis oder in der Bahn, auf dem Stück zwischen Tschüss und Tür, da beginnt es, dieses Zeitfenster, das so perfekt ist, für die schönste aller SMS-WhatsApp-Nachrichtenformen: Die magische „Es war schön mit dir“-Nachricht. Sie ist eigentlich völlig sinnlos, weil man ja gerade noch zusammen war, weil man sich bei der Verabschiedung auch einfach hätte sagen können, dass es schön war. Und doch glaube ich, dass diese Nachrichtengattung der Grund ist, warum SMS erfunden werden mussten. Weiterlesen

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Mit diesen SMS sind Antworten garantiert. Wirklich?

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Sarah (rechts) und ich bei der Durchführung des perfiden Tests

Es ist ein durchaus ambitioniertes Versprechen: „Jede Frau“ sollen Männer verführen können, wenn sie dieses Buch gelesen haben. Maximilian Pütz, der angibt, er sei als Verführungscoach „deutschlandweit bekannt“ geworden und Männerrechtler Arne Hoffmann, der „etwa fünfzig Bücher“ veröffentlicht hat, haben nicht weniger als „die Bibel des Single-Mannes“ verfasst. „Das Gesetzt der Eroberung“ (Heyne) heißt das Werk, sie wollen ihn darin lehren, wie er zum „perfekten Eroberer“ wird, gar zum „Casanova“ und „Flirtguru“. Dazu gibt es konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen, es geht von Ansprechen, Anlächeln übers Anrufen, Einladen, Unterhalten, bis zur Frage, wie man eine Frau „am einfachsten und schnellsten“ ins Bett bekommt.

Ein typisches Pick-Up-Artist-Werk, mit Ratschlägen, die so durchaus funktionieren können (die Frau beiläufig berühren, ihr lange in die Augen schauen, Komplimente machen, an reizvolle Orte fahren,  – solche Sachen), die aber auch leicht absurd anmuten. So geben die Herren ihren Lesern Beispiel-SMS an die Hand, die besonders effektiv im Kampf um die Frau sein sollen. „Ich habe Hunger“, schlägt man vor, oder „Ja, Mama, ich habe meinen Wollpulli an und den Schal.“ Denn: Absurde Nachrichten oder SMS an angeblich falsche Adressaten würden die Frau nur so zu einer Antwort herausfordern, mit einem fiktiven Dialog legen die Autoren dar, wie sich ein netter Flirt aus solchen Nachrichten entspinnen könnte. Hier in der Redaktion hielten wir das für bizarr, wir Mädchen waren uns einig, auf „aaaah, nein, ja, oh Gott, tut das gut“ (ein weiteres Beispiel) würden wir niemals antworten. Dennoch muss so was ja getestet werden. Weiterlesen