Liebeserklärung: Die Qual der Wahl

Alle gleich hübsch - welche soll es also sein? Männern ist das oft egal

Alle gleich hübsch – welche soll es also sein? Männern ist das oft egal

Am Wochenende saß ich mit ein paar Menschen in einer Bar. Darunter: Maja, die von sich sagt, sie wäre nie lange Single und mit relativ fliegenden Wechseln von einer Beziehung in die nächste geht. Und mein Schulfreund Michael, der sich nicht so recht zu den Mädchen bekennen mag, die er datet – und sich lieber für die Variante „gar nicht“ entscheidet, wenn sie ihn irgendwann vor die Wahl zwischen „ganz oder gar nicht“ stellen.

Daher ist er also schon seit Längerem Single – was ich allerdings besser verstehen kann, als das Beziehungs-Hopping von Maja.

Bevor ich zum Teil eines Pärchens wurde, lebte ich auch relativ lange Zeit in diesem schwammigen Dating-Universum, ohne, dass da jemand gewesen wäre, mit dem es so richtig klappen sollte und klappen wollte.

Und so überraschen mich Lebensläufe wie der von meiner Freundin Maja immer ein wenig. Diese Zufälle, dass beide sich mögen, zur gleichen Zeit, sich finden, zusammen-finden – das ist doch eigentlich alles so unwahrscheinlich! Statistisch und schicksalshaft gesehen. „Sie ist halt nicht so anspruchsvoll wie ich oder du“, meinte Michael dann am Samstag ganz lapidar – vor Maja übrigens, die ihm das aber irgendwie gar nicht übel nahm. Sie würde eben Kompromisse eingehen, das sei es ihr wert, nicht alleine zu sein. Anderen ist es das nicht wert, dafür bleiben die dann alleine. Finden das vielleicht aber auch gar nicht so schlimm.

Welche Aspekte Singles als Ausschlusskriterien bei der Partnersuche sehen, hat unlängst „ElitePartner“ in einer Studie erhoben. Rund 10.500 Frauen und Männer haben die Frage nach dem „Hinderungsgrund für eine Beziehung“ beantwortet. Das Ergebnis: Neben dem Offensichtlichen (der oder die Andere ist in einer Beziehung oder der Altersunterschied zu groß) zeigen sich Frauen als sehr wählerisch. Männer hingegen sind recht paarungsbereit, wenn nur Attraktivität und Figur stimmen. Bildungsniveau, Arbeitslosigkeit oder Kinderwunsch der Frau sind ihm nicht so wichtig. Sie aber will keinen Mann, der weit weg wohnt, arbeitslos ist, weniger gebildet oder weniger erfolgreich. Und attraktiv soll er auch noch sein.

Michael und Maja widersprechen also jeweils dem Durchschnitt ihrer Geschlechtsgenossen – wobei man das bei diesen Kriterien doch auch nur begrüßen kann.

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